Diary
Sonntag 23.5. 04 - Skizzen: Form der Antenne
Montag 26.1.04 Telefonat mit Herrn Sinseder
(Herr Sinseder zuständig für Kunst im Öffentlichen
Raum beim Baureferat München)
Um den formlosen Antrag beim Baureferat für eine Erlaubnis, technisches
Equipment im Straßenraum zu befestigen, zu stellen, brauchen wir folgende
drei Voraussetzungen:
1. die Zustimmung der Regulierungsbehörde und somit einem Radiosender
2. das fertige Band (um es beim Kreisverwaltungsreferat einzureichen, die
darüber entscheiden ob die öffentliche Sicherheit gewährleistet
ist)
3. fertigen Antrag mit Skizze, wo, wie und was wann befestigt wird. Am besten
mit genauer Angabe der
technischen Ausrüstung. Für den Antrag braucht man keine Originalpläne
(die sind irgendwo beim Tiefbauamt und riesig!)
Herr Sinseder ist schon sehr gespannt und auch sehr kooperativ. Ihm ist klar,
wie aufwändig das ganze Behördentrara ist. Das Baureferat selbst benötigt
3
Monate zur Bearbeitung des Antrags, er selber hat darauf keinen Einfluss.
Zur Urlaubszeit wird nicht
gearbeitet, d.h. wenn wir im September installieren wollen, müssen wir
den Antrag im APRIL abgeben!
Montag 22.3.2004 Treffen in der BLM (Bayerische Landesmedienanstalt)
mit den Herren Hofmann (Technik) und
Sutor (Hörfunk)
Von Seiten der BLM wurde der Vorschlag unterbreitet, einfach auf eine bereits vorhandene „Einspeisungsanlage“ im Petuelringtunnel zurückzugreifen.
Ohne Baugenehmigung, Regulierungsbehörde und pipapo. Im Petueltunnel existieren
5 Frequenzen (Bayern3, Antenne Bayern, Energy, Radio Arabella, Radio Charivari).
Die Einspeisungen kosten je 60 000 €, im Tunnel gibt es keine klassische
UKW-Antenne, sondern Schlitzkabel.
Von unserer Seite wurde der Vorschlag begrüßt, aber erstmal abgelehnt:
1. Interessiert uns ja das Verfahren an sich
2. Gibt es über dem Petueltunnel ja ein anderes Kunstprojekt (Stephan
Huber)
3. Ist die Lage des Altstadttunnels einfach besser
Jedoch haben wir zugesagt, dass wir das Gespräch mit den Anbietern gerne
suchen, vermutlich ist Energy93.3 von der Programmfarbe her die erste Wahl (Ansprechpartner
Herr Strehle).
Herr Hofmann wird für den Tunnel und das Gelände am Musterraum Belegungsmessungen
für uns durchführen (Scan), sobald von unserer Seite ein Schreiben
vorliegt und die Dienstbesprechung der BLM den Auftrag erteilt. Diese Messungen
sollen eine Frequenzen für uns ausfindig machen, die keine anderen, bereits
existierenden Frequenzen stören. Herr Hofmann wird sich auch bei der Regulierungsbehörde
erkundigen und eine Vorabstimmung starten, d.h. wir können wahrscheinlich
auch für die Veranstaltung am 22.5. legal einen kleinen Sender betreiben.
Ob im oder außerhalb des Musterraums wird sich noch zeigen. Das ganze läuft
unter dem Titel „Veranstaltungsfunk“, wir müssen gewisse Vorgaben
einbringen, Leistung, Ort, was soll versorgt werden und wie etc.
Im Zuge des Gesprächs, was den Altstadtring-Tunnel betrifft, ist nochmal
die Frage nach der Antenne aufgetaucht, da bei professionellen Tunnelradios üblicherweise
mit Schlitzkabeln an der Decke gearbeitet wird... Wir konnten uns aber soweit
verständigen, dass unsere Anlage nicht auf ‚hohe Versorgungsleistung’ wie
eine ständiges Tunnelradio, sondern auf ‚hohe Verträglichkeit’ angelegt
ist. Diese zwei Fachworte sind sicher auch hilfreich in der Diskussion mit Herrn
Nowack.
Freitag 14.5.04 Mail
an transitwellen
Hallo, hallo,
jetzt nur kurz ein paar Details von dem Treffen im Baureferat
Zur Technische Realisierung sind zwei Varianten möglich:
- Betrieb des Senders auf einer bestehenden Frequenz eines Münchener Rundfunksenders
- Betrieb auf einer eigenen Frequenz hierzu wäre das Anbringen von Hinweisen
im Vorfeld des Altstadttunnels auf das Programm und die Sendefrequenz notwendig
Uns ist ja auf alle Fälle die erst Variante viel lieber und das sollten
wir versuchen zu erreichen.
Eine Versicherung der Anlage ist notwendig und eine Sondernutzungsgenehmigung
als umfassende Genehmigung ist auch notwendig. Sie beinhaltet die Genehmigung
des Baureferates und des Kreisverwaltungsreferates.
Diese Genehmigung wird in zwei Stufen verteilt.
- Genehmigung zur Einbringung der Anlage:
Sie wird nach Antragstellung und Vorlage des Ergebnisses des Ortstermins möglichst
umgehend erteilt.
- Genehmigung zum Betrieb:
Wir müssen wie gesagt dem Kreisverwaltungsreferat und der Polizei (interessant!)
den Inhalt unseres Programms erteilen und wenn diese den Inhalt für okay
heißen bekommen wir erst diese Genehmigung.
Und das KVR behält sich ausdrücklich vor, bei Vorlage entsprechender
Umstände (z.B. Schadensereignisse durch die Anlage; Gefährdung der
Verkehrsteilnehmer) die Genehmigung zum Betrieb der Anlage zu entziehen.
Dann ging es noch ganz viel um wie und wo die Antenne angebracht werden darf
und soll, dass die Sorge besteht, dass unser Sender den Verkehrsfunk beeinträchtigt
und das alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen.
Aber das könnt ihr ja selber in dem Protokoll von Herrn Nowack nachlesen.
Protokoll (Protokoll_Nowack.pdf - 44kB)
Aber noch kurz unsere Fragen, die geklärt werden sollten waren:
- Uns wurde ein Kästchen,
um den Sender+Zuspieler einzubauen, zugewiesen. Dieses Kästchen liegt allerdings
ein gutes Stück von dem optimalen Einsatzort der Antenne entfernt. Gäbe
es ein für uns günstigeres Kästchen?
Antwort: Ausschlaggebend für die Wahl des Kästchens war der Umstand,
dass von dem Wandkasten ein leeres Leitungsrohr nach oben geht, für die
temporäre Installation ist das optimal. Vor allem, da auf Putz angebrachte
Kabel von den Reinigungsbürsten beschädigt
- Wie kann das Kabel/die
Antenne befestigt werden?
Antwort: das Kabel kann entlang der Befestigungsprofile (U-Profile) für
die Lampen mit Kabelbindern befestigt werden. Die Antenne kann ebenfalls, vielleicht
mittels eines Gelenks, an den Profilen angebracht werden. Voraussetzung ist,
dass das ‚Lichtraumprofil’ freigehalten wird. D.h., die Antenne muss
höher als 5 m befestigt werden, um auf keinen Fall von größeren
Fahrzeugen heruntergerissen zu werden.
- Wie sieht die Lüftung
im Kästchen aus?
Antwort: Lüftung sollte kein Problem sein, aber vielleicht der Staub
bzw. die Russpartikel. Die Geräte könnten in Luftfiltermatten eingewickelt
werden.
- Wie kann das Kabel/die
Antenne montiert werden?
Antwort: die Montage erfolgt von Fachpersonal (voraussichtlich Elektriker).
Einfahrt in den Tunnel mit einem Steigerfahrzeug und 2 Mann Bedienung, die vom
Baureferat gestellt werden. Die Kosten dafür sind pro Person 44,50/h, Steiger
35/h. zusätzlich 7% Bauleitungskosten und zus. Steuern. Im dem Betrag inbegriffen
sind die Verkehrssicherung. Der Einbau kann tagsüber zwischen 9 und 15 Uhr
stattfinden, da verkehrsarme Zeit und eine Standspur zur Verfügung steht.
Dienstag 1.6.04 Mail an transitwellen
Hallo!
Hier die News zu unserem Ortstermin im schönen Altstadttunnel.
Unser Ortstermin zur technischen Detailbesichtung des Tunnels ist am Montag,
7.6. um 10:00 h morgens. Treffpunkt Von-Der-Tann-Str, Eingang zum Betriebsgebäude.
Alle, die mitfahren, müssen mit einer Warnweste ausgestattet sein!
wichtig!!!:
!!!!! Herr Nowack braucht dafür aber unbedingt noch DIESE WOCHE alle
technischen Spezifikationen. !!!!!!! also, Kabel abmessen und ihn anrufen oder
ihm das mailen.
Wie sieht es aus, wer fährt mit?
Dienstag 8.6.04 Mail
an transitwellen
Hallo Transitfreunde!
Ganz kurz die Neuigkeiten:
Der Ortstermin war erfolgreich, alles klar, Aufhängung etc. Details kommen
dann noch (ansonsten ist es dort ziemlich ätzend), mit dem Protokoll von
Nowack kann man jetzt den Antrag stellen. Hermann und ich schreiben den formlosen
Antrag, um ihn am Montag abzugeben.
Mittwoch 9.6.04 Mail an transitwellen
Hallo hier jetzt das Protokoll von dem Ortstermin am Montag:
Protokoll vom ORTSTERMIN am Montag, 07.06.2004, 10.00 – 11.00 Uhr
I.) Besprechungsprotokoll 01.002
Im Rahmen des Ortstermins wurden die Standorte für Sender und Antenne
des Projektes „Transitwellen“ unter folgenden Annahmen festgelegt:
Sender:
- Typ: BW-TX-1
- Sendeleistung: 1 W
- Stromaufnahme: 200mA bei 230V
- Maße: 475mm
x 44mm x 250mm
- Gewicht: 2,5
kg
Antenne:
- Typ: Jaybeam
7050
- Maße: 169
cm x 11 cm
+
Ausleger: 137 cm
- Gewicht: 2,8
kg
Der Sender wird im Wandkasten bei Block 17 installiert (siehe Anlage 1). Die
Platzverhältnisse wurden als ausreichend bewertet. Zur Ausführung darf
nach den geltenden DIN VDE Vorschriften nur ein in sich geschlossenes Gerät
verwendet werden (kein „offener“ Bausatz)
Zur Anbindung der Antenne wird die vorhandene Leerrohrtrasse zur Beleuchtung
verwendet (Anlage 3)
Die Antenne wird im Block 22 oberhalb der Beleuchtung angebracht.
Die Befestigung ist an der Halfenschiene, die auch die Beleuchtung trägt,
möglich.
Das Antennenkabel kann an den Halterungen der Beleuchtung mit Kabelbindern
befestigt werden. (Anlage 4, 5 und 6)
Der gemessene Abstand OK Beleuchtung – OK Notgehweg beträgt 5,17m.
Die Antenne liegt somit außerhalb des Lichtraumprofils, wie im Protokoll
zur Besprechung vom 14.05.04 gefordert.
Weiteres Vorgehen:
Mit den Festlegungen aus diesem Ortstermin können aus Sicht der Beteiligten
die notwendigen Genehmigungsschritte eingeleitet werden.
Montag 26.7.04 Mail an transitwellen
Hallo,
für die Genehmigung der Senderechte verlangt die Bayerische Landesmedienanstalt
(BLM) ein grobes Exposé mit Hörbeispielen. Hier unser Vorschlag:
EXPOSÉ
‚Transit-wellen Kreuzungsfrei und ungestört – mobile
Anwendung’Das Programm besteht aus einem Loop (Schleife aus Wort mit Musik). Das Programm
wiederholt sich ca. alle acht Minuten.
Der Inhalt befasst sich mit territorialer und sozialer Mobilität - der
Altstadttunnel als Ort der Übertragung und zu gleich Bauwerk urbaner Mobilität
ist hier sozusagen der künstlerische Ort, der für sich spricht. Ausgehend
vom Gedanken der Passage, wird dieser variiert und in kurzen Interviews und dichten
Prosa-Texten dargestellt.
Im Einzelnen:
Anmod: ‚Freie Fahrt: Mobilität ist unser Ziel!’
Akzent/Überschrift: ‚Die Passage’
(Kurz)-Interview: Orte und Nichtorte der Mobilität
Akzent/Überschrift: ‚Die Kommunikation’
Sprecher-Text: Das ABCD des Reisens
Akzent/Überschrift: ‚Die Freiheit’
Statement: Autonomie des Handelns
Akzent/Überschrift: ‚Das Territorium’
Sprecher-Text: Die Verräumlichung der Linie
Akzent/Überschrift: ‚Wege und Wagnisse’
Sprecher-Text: Der symbolische Gehalt des öffentlichen Raumes
Abmod: Der Tunnel als Sinnbild urbaner Passage
In den Interviews/Statements kommen Experten und Wissenschaftler zu Wort;
die Sprechertexte sind essayistische Prosa. Die Musik dient als Bett unter dem
Wort, und kommt zur Markierung der Überschriften als Akzent zum Einsatz,
bzw. dient der weiteren Collagierung.
Dienstag 27.7.04 Mail an transitwellen
Hallo,
hier nochmals kurz einen Überblick zum Genehmigungstratra:
Folgende Genehmigungen wurden für die Tagesfrequenz für die Veranstaltung ‚Transitwellen
zu Gast im Musterraum’ gemacht:
Genehmigung von: regTP (Frequenz)
Genehmigung von: BLM (Inhalt)
für Transitwellen selbst:
Baureferat - verschiedene Abteilungen -
Genehmigung von: regTP (Frequenz)
Genehmigung von: BLM (Inhalt)
Für die Genehmigungen werden zig Behörden angefragt - alle Betroffenen
werden abgefragt, von den Behörden selbst:
z.B. andere Frequenznutzer
- z.B. Bay. Rundfunk
- T-Systems
- bei ORF, die in München die fm4 Frequenz hat ist dies nicht der Fall,
weil der keinen Versorgungsauftrag hat in Bayern
z.B. Staatskanzlei
z.B. KVR – Verkehrsbehörde
so jetzt alles klar???
Mittwoch 28.7.04 Mail an transitwellen
hallo!
heute wurde die Sondernutzungsgenehmigung telefonisch vom Baureferat
bestätigt, d.h. dieser Antrag ist durch. Wegen dem Antrag zur Aufstellung
von Postern muss man den Inhalt dieser Poster dem Kreisverwaltungsreferat
vorlegen.
Dienstag 24.8.2004 Mail an transitwellen
hallo,
hier die letzten News zu dem Antrag, um die Plakate aufzustellen. Der Antrag
geht doch direkt an das Baureferat. (hoffe, das ist jetzt die endgültig
richtige Info). Allerdings können wir anscheinend nicht
soviele Plakate wie wir bei dem Antrag angemeldet haben, aufstellen.
Freitag 27.8.2004 Mail
an transitwellen
hallo!
News zum Einbau:
bis auf weiteres steht der Termin 1.9. ab 9:00 morgens. Heute nachmittag treffe
ich den Monteur, um ein paar Details zu klären.
Bezüglich Befestigung und Montage gibt es ja noch einige Probleme. Habe
gestern mal eine mögliche Befestigung der Antenne besorgt, ist aber schwierig,
weil wir ja nicht so genau wissen, wie die Antenne aussieht (hoffe, sie kommt
heute!).
Punkte, die geklärt werden müssen:
Laut Sondernutzungserlaubnis muss der Sender in ein Gehäuse eingebaut werden,
(Schutzart IP 54 geeignet für feuchte Räume und Aussenbereich,
ist wahrscheinlich auch für den Zuspieler sinnvoll): Wer hat sich darum
gekümmert? Sonst können wir den Sender nicht einbauen.
Die Versicherung ist in Arbeit, die Allianz hat zugesagt, die Veranstaltungshaftpflicht
zu übernehmen. Hoffe, das klappt alles.
Bitte um Rückmeldung wegen dem Gehäuse.
Dienstag 14.9.2004 Mail
an transitwellen
Die Lizenz bei der BLM ist durch.
Na, jetzt kann es los gehen!!!!!!!